Haushaltsrede 2019 Claudia Dolzer

Veröffentlicht am 04.05.2019 in Fraktion

Haushaltsrede 2019 von Claudia Dolzer, SPD Fraktion 
 Investition in Höhe von rund € 300.000 Euro in Anbau und Ausstattung Kindergarten Atzenbach  Moderate Erhöhung der Kindergartengebühren mit Festschreibung des Deckungsbeitrages in Höhe von 17%.  Investition in neue Heizanlage im Freibad   Gutachten zur Belebung und Weiterentwicklung der Innenstadt mit begleitender Arbeitsgruppe 
U3 Betreuung 
Die Fertigstellung der Kinderkrippe im vergangenen Jahr mit 10 Plätzen ist ein weiterer Meilenstein im Bereich der U3 Betreuung. Die Gebührenhöhe mit rund € 385 inklusive Essensgeld sind wir der Meinung liegen wir im sozialverträglichen Bereich für eine Kleinkindbetreuung und außerdem ist positiv, dass ein örtliches Restaurant die Kinder bekocht.  
Wir werden die Entwicklung der Nachfrage beobachten und bei Bedarf weitere Plätze schaffen oder den Bereich der Kindertagespflege aufstocken. 
Investitionen im Bereich Kindergarten 
Unsere Kindergärten sind voll – das ist eine sehr positive Entwicklung. Für uns bedeutet das: Wir müssen erweitern. Der Kindergarten in Atzenbach bekommt dieses Jahr einen Anbau, im Haushalt sind rund 300.000,-- Euro eingestellt.  
Wir wissen auch um die beengte Platzsituation im Kindergarten in Zell. Kurzfristig können wir diese nicht verbessern, aber das benachbarte Haus haben wir mit der Zukunftsperspektive gekauft, dass wir den Kindergarten erweitern können.  
Dieses Projekt wollen wir mittelfristig in Angriff nehmen. 
Die Kindergartengebühren in Zell bewegen sich im unteren Bereich. Wir haben im Gemeinderat 2015 beschlossen, dass der Deckungsbeitrag konstant bei 17% gehalten wird. Allerdings lagen die Tariferhöhungen im öffentlichen Bereich bei 6,29 % für die Jahre 2018 und 2019 so, dass natürlich die Erhöhung der Elternbeiträge etwas höher ausfiel.  
Claudia Dolzer  
Verfasser: Claudia Dolzer SPD-Fraktion Zell im Wiesental 27.01.2019 cd 
Zusammenfassend möchte ich nochmals darauf hinweisen, dass wir in Zell ganz bewusst die Kindergartengebühren auf einem verhältnismäßig niedrigen Niveau. 
Neben den Investitionen in Gebäude und Ausstattung ist es uns wichtig, dass in die Weiterbildung unserer Erzieherinnen investiert wird. Das ist ein wichtiger Faktor, um gutes Personal in Zell zu halten und neues zu bekommen. 
Exkurs Fachkräftemangel in der Verwaltung: wir werden in naher Zukunft Probleme haben, Stellen in der Verwaltung, auch im Bereich der Kinderbetreuung zu besetzen. Dem öffentlichen Sektor fehlen bereits heute Fachkräfte. Wir müssen uns als Kommune mit diesem Thema beschäftigen und Lösungsansätze entwickeln, wie wir als Arbeitgeber attraktiv bleiben. Quelle: Studie von PWC „ Fachkräftemangel im öffentlichen Dienst Prognose und Handlungsempfehlungen bis 2030“ 
Outsourcing wie wir es im Bereich Freibad bei der Besetzung der Schwimmmeister-Stelle derzeit tun, ist auf Dauer teurer und irgendwann haben auch die externen Anbieter kein Personal mehr.  
Hier nochmals die Bitte der SPD Fraktion an Verwaltung die Möglichkeit der Ausbildung zu prüfen. 
Freibad Zell 
Freibad, was sich von Jahr zu Jahr schöner präsentiert! Für dieses Jahr geplant ist die Investition in die neue Heizung. Dafür sind € 40.000 im Vermögensplan der Stadtwerke eingestellt. Nachdem die alte Wärmepumpe ausgefallen ist und wir provisorisch eine mobile Heizanlage in Betrieb haben soll ab dieser Saison wieder eine eigene Wärmeversorgung installiert werden.  
Dies ist auch deshalb zwingend geboten, da die mobile Heizstation ein größerer Kostenfaktor ist. Wir bitten auch hier die Verwaltung zu prüfen, inwiefern neben dem Kostenkriterium eine ökologische auf regenerativen Energien basierende Lösung gefunden werden kann. 
Wie im Bereich der Kindergarten- und Krippengebühren setzen wir auf familienfreundliche Eintrittspreise, die es jedem ermöglichen, unser Freibad zu nutzen. 
Claudia Dolzer  
Verfasser: Claudia Dolzer SPD-Fraktion Zell im Wiesental 27.01.2019 cd 
 
Unsere Innenstadt 
Im vergangenen Jahr Auftrag für ein Gutachten vergeben, wie die Attraktivität der Innenstadt erhöht und die Innenstadt belebt werden kann. 
Der Internethandel mit zweistelligen Zuwachsraten macht dem Einzelhandel insbesondere in Kleinstädten zu schaffen und wir werden sicher mit weiteren Leerständen konfrontiert werden.  
Wenn dieses Gutachten Nutzen bringen soll, dann dürfen wir es nicht nur entgegennehmen und bezahlen sondern müssen die Handlungsempfehlungen, die darin enthalten sind aktiv begleiten und umsetzen.  
Dazu gehört nach unserer Meinung eine begleitende Arbeitsgruppe unter der Federführung des Bürgermeisters mit Mitgliedern der Fraktionen, Gewerbeverein, Tourismusverein.  
Wir müssen zusätzlich neue Idee entwickeln und unserer Ansicht nach sollten wir auch die Zugehörigkeit zum Biosphärengebiet nutzen, um Projekte zu entwickeln und auch um gemeinsam mit dem Tourismusverein die touristische Attraktivität des Zeller Berglandes zu stärken und auszubauen.  
Wichtig für die Attraktivität der Stadt ist auch die zügige Fertigstellung des Bahnvorplatzes (1,1 Mio stehen noch aus dem Haushalt 2018 zur Verfügung.

 

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